23. Etappe Kristiansund => Oysand mit Trondheim

Die nach norwegischen Maßstäben große Stadt Trondheim hat sich den Charme und die Intimität einer Kleinstadt bewahrt. Nach einem katastrophalen Brand, der 1681 fast alle Stadthäuser zerstörte, wurden die neuen Straßen verbreitert, um ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Einige der engen Gassen und Straßen, von denen viele aus dem Mittelalter stammen, existieren noch heute und bilden einen starken Kontrast zu den breiten Boulevards aus dem 17. Jahrhundert. Selbst heute noch gehört Trondheim zu den Städten in Europa mit typischen Holzhäusern: Im Stadtzentrum finden sich viele besondere Holzhäuser, von denen einige noch aus den 18. Jahrhundert stammen.

Trondheim wurde vom Wikingerkönig Olav Tryggvason im Jahr 997 gegründet und war 200 Jahre lang Hauptstadt von Norwegen. Die Stadt wurde 1152 Erzbischofssitz. Im gleichen Jahr wurde hier mit der Domschule die erste Schule des Landes gegründet. Die Stadt entwickelte sich rasch zu einem führenden Handelszentrum für die umliegende Region. Diese Rolle hat die Stadt heute noch inne. Der Name Trondheim leitet sich vom altnordischen Þróndheimr ab, wobei Trond „groß werden und gedeihen“ bedeutet.

Kathedrale Nidarosdom

Der Nidarosdom in Trondheim (alter Name der Stadt: Nidaros) gehört zu den bedeutendsten Kirchen in Norwegen, er gilt als Nationalheiligtum. Er war seit 1152 die Kathedrale der norwegischen Metropoliten. Weil hier der Schrein von Olaf dem Heiligen hinter dem Hochaltar stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“. Nach der Reformation wurde er zur Kathedrale der evangelisch-lutherischen Bischöfe des Bistums Nidaros. Seit 2011 ist er außerdem Sitz des neugeschaffenen Amtes der Vorsitzenden der norwegischen Bischofskonferenz

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