30. März: Ein Hauch von gestern, ein Moment für heute

Nach einer erholsamen Nacht wachen wir mit dem ersten Licht auf – die Luft ist noch frisch, das Meer ruhig, und der Tag verspricht Neues. Uns zieht es zurück in das lebendige Herz Nafplions, das uns schon beim letzten Besuch mit seinem besonderen Charme verzaubert hat.

Gemächlich schlendern wir durch die engen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt. Die Fassaden mit ihren bunten Fensterläden, das Klettern der Bougainvillea an den alten Mauern und der Duft von frischem Gebäck lassen uns tief eintauchen in die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Nafplion wirkt wie ein lebendiges Museum – geschichtsträchtig und doch voller Leben.

Im Café Buondi kehren wir ein. Ein echter Geheimtipp! Hier serviert man uns einen Kaffee, der den Namen wirklich verdient: kräftig, vollmundig, mit einem Hauch Schokolade im Aroma – ein kleiner Genussmoment mitten im Trubel der Stadt.

Heute ist Sonntag – und das bedeutet: Ausnahmezustand! Ein Marathon läuft durch die Stadt, im wahrsten Sinne des Wortes. Überall stehen Menschen, klatschen, jubeln, lachen. Musik hallt durch die Gassen, Trommeln geben den Takt an, und Fahnen in allen Farben tanzen im Wind. Die Energie ist mitreißend – selbst als Zuschauer fühlt man sich mittendrin.

Doch als wir am späten Nachmittag Richtung Campingplatz „Triton New“ in Trepano aufbrechen wollen, zeigt sich die andere Seite der Medaille: völliges Verkehrschaos. Die Straßen sind gesperrt, Umleitungen unklar, und selbst die Einheimischen zucken ratlos mit den Schultern. Das Labyrinth aus gesperrten Wegen fordert unsere Geduld – aber irgendwann schaffen wir es doch hinaus.

Am Ziel erwartet uns eine wohltuende Ruhe. Die Besitzer des Campingplatzes empfangen uns herzlich, fast familiär. Alles wirkt gepflegt, grün, freundlich – ein Platz zum Durchatmen. Hier, zwischen Olivenbäumen und unter einem weiten Himmel, lassen wir den Tag in aller Stille ausklingen.

Die mobile Version verlassen