Einige Inspirationen
Geschichte
Quelle: wikipedia
Antike
Zadar war schon in illyrischer Zeit eine Siedlung und Haupthandelsort Liburniens. In römischen Quellen wird es als Iader oder Iadera (im Deutschen auch Jadera), bei Konstantinos Porphyrogennetos im 10. Jahrhundert als Diadora erwähnt. Überreste des römischen Forums Im 2. Jahrhundert v. Chr. nutzten die Römer das Gebiet der Liburner, offenbar ohne rückfragen zu müssen. Nach 59 v. Chr. war Zadar römisches Municipium, ab 48 v. Chr. eine Kolonie römischer Bürger. Diese bauten ein Kapitol, Befestigungsanlagen, Thermen und einen Aquädukt
Frankenreich, Byzanz
Bis 925 war Zara das kirchliche Zentrum des byzantinischen Dalmatien. Dessen Herrschaft wurde durch die fränkische Herrschaft unterbrochen. 805 erschienen der dux Paulus und der Bischof Donatus von Zara am Hof Karls des Großen in Diedenhofen. Von 872/873 bis 971 war Zara die Residenzstadt des byzantinischen Oberbefehlshabers des Themas Dalmatien. Noch im 11. Jahrhundert trugen die Prioren der Stadt byzantinische Titel. Infolge der Plünderungen durch Seeräuber begab sich Zadar um 1000 kurzfristig unter venezianischen Schutz. 1018 stellte sich die Stadt erneut unter venezianischen Schutz.
Kroatien (1069)
In der Zeit der Kommune (13.–15. Jahrhundert) war die Stadtgesellschaft in nobiles und populus geteilt; auch hier wurde der Rat das Entscheidungsorgan des etablierten Patriziats. Zugleich gelangten auch Familien des besagten populus zu Vermögen und Einfluss. Nachdem 1358 die venezianische Herrschaft für ein halbes Jahrhundert unterbrochen worden war, wurde Zara zum Zentrum des Handels mit dem Binnenland, etwa mit Blei und Silber aus Bosnien, aber auch dem Adriaraum, letzteres auf Grundlage der besagten Salinen. Auch nach der Wiedererrichtung der venezianischen Herrschaft ab 1409 setzte sich dieser Aufschwung fort, jedoch unter Zurücksetzung bei staatlichen Monopolen Venedigs, wie etwa dem Salzhandel. Ab 1468 setzte mit den osmanischen Einfällen ein Niedergang des Handels mit dem Hinterland ein, der nach 1573 zum Erliegen kam.
Venedig (1409–1797)
Es begann nun die Sicherung der Stadt, da die Venezianer den politischen und wirtschaftlichen Schutz der Stadt übernahmen. Als die Osmanen zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Hinterland eroberten, wurde die Stadt von den Venezianern zu einer starken Festung ausgebaut, die den venezianischen Handel an der Adria sicherte und als Verwaltungszentrum für die venezianischen Besitztümer in Dalmatien diente. Die venezianische Festung wurde 2017 als Teil des Eintrags „Venezianisches Verteidigungssystem des 16. bis 17. Jahrhunderts“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Zadar war bis 1797 die Hauptstadt der venezianischen Doppelprovinz Dalmazia e Albania.
Österreich (1813–1918)
Im Dezember 1813 kam Zadar nach einer sechstägigen Beschießung durch Kapitulation wieder an Österreich, in dessen Besitz es bis 1918 blieb. Es war Hauptstadt des Königreichs Dalmatien, das eines der österreichischen Kronländer war. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Zadar ein Zentrum der kroatischen kulturellen und nationalen Wiedergeburtsbewegung in Dalmatien, die eigentlich eine erstmalige Nationenbildung darstellte, bei der sich bestimmte Begrifflichkeiten erst herausgebildet haben.
Italien (1920–1945/47)
Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Zadar durch den Grenzvertrag von Rapallo (1920) an Italien. Während des Zweiten Weltkriegs war die Küstenstadt Ziel heftiger alliierter Luftangriffe, die schwere Schäden an den historischen Stätten verursachten.
Jugoslawien, Bürgerkrieg, Kroatien (1947–)
1945/47 wurde die Stadt Teil der Teilrepublik Kroatien innerhalb Jugoslawiens.[5] Die großteils italienischsprachige Bevölkerung verließ daraufhin fast vollständig die Stadt Richtung Italien (siehe Foibe-Massaker). Seit 1991 ist Zadar Teil der Republik Kroatien und entwickelt sich immer mehr zu einem der wichtigsten Adria-Seehäfen. Neben vielen anderen Ordensgemeinschaften ist in Zadar auch der Orden der Karmelitinnen vertreten. 1991 griff die Jugoslawische Volksarmee im Zuge des Kroatienkrieges Zadar aus der Luft und mit Artillerie an und verursachte auch an Kulturgütern zahlreiche Schäden. Die Stadt konnte anschließend nur mit großen Anstrengungen gegen die anrückenden Truppen verteidigt werden. Der Verkehr mit Zagreb konnte ausschließlich über die Insel Pag aufrecht gehalten werden. Die Belagerung der Stadt dauerte bis zum 22. Januar 1993, als die kroatische Armee die Verbindung von Zadar und der Umgebung Maslenicas mit Zagreb wiederherstellte. 1995 wurde dann durch die Operation Oluja im gesamten Hinterland die staatliche Gebietshoheit wiederhergestellt.