Kalavryta

Die Fahrt mit der Zahnradbahn

Beim Bahnhof in Diakopto fanden wir einen Bahnhofsparkplatz, wo wir übernachten konnten.
Um 9:52 Uhr am Montag fuhr das Zügli mit 3 Waggons (Stadler baute die Triebwagen)  durch die sehr enge, wilde und felsige Schlucht… wie das quietschte und ruckelte … ich musste fast die ganze Zeit auf meinen 4 Beinen stehen … so behielt ich das Gleichgewicht!
Mein Herrchen filmte wie wild…

Was ihre Geschichte betrifft… Sie wurde vor 120 Jahren konstruiert und seitdem wurde ihre Fahrstrecke nie geändert. Sie stellte ein schweres und besonders teures Projekt dar. Die Konstruktion dauerte 5 Jahre und es wurde der riesige Betrag von 3,5 Millionen Drachmen ausgegeben. Im März 1896 wurde das Projekt den Bewohnern von Egialia übergeben.

Die Strecke beeindruckend. Sie verläuft – abgesehen von dem kurzen Stück, das sie an den Fuß der Berge führt – fast ausschließlich in der Steigung und zum Teil in der Wand der canyon-artigen Schlucht des Vouraïkos. Die engste und abenteuerlichste Stelle in der Schlucht liegt bei Kilomter 10,8 und ist gerade mal zwei Meter breit.

Stadler baute die Triebwagen

  • RailBaujahr(e): 2007

  • Spurweite: 750 mm

  • Länge über Kupplung: 34.950 m

  • Höhe: 3.100 m

  • Breite: 2.200 m

  • Dienstmasse: 55 t

  • Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h (Zahnstange bergwärts) 16,5 km/h (Zahnstange talwärts)

  • Installierte Leistung: 588 kW/800 PS

  • Antrieb: MAN-Zwölfzylinder-Dieselmotor

  • Maximale Steigung 152 ‰

Das Städtchen Kalavryta

Als wir in Kalavryta ankamen…da wars nur noch 6 Grad… bei 758 Meter ungewohnt für uns..
Wir bummelten durchs Städtchen,an der Kirche und Mahnmal vorbei… ich durfte weil ich so gut gehorchte frei laufen …

"Stadt der Witwen" 13. Dezember 1943

Die Wehrmacht verübte hier über fünf Stunden hinweg eines der schlimmsten Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs.

Alle Männer und Jungen über 12 Jahren, welche mögliche Widerstandskämpfer sein könnten, wurden auf ein Feld über dem Dorf getrieben. Auf dem Hügel von Kappi wurden zwischen 600-800 Männer und Jungen von den Deutschen mit Maschinengewehren hingerichtet. Nur 13 von ihnen überlebten, weil sie unter den Körpern der Toten versteckt waren.

Währenddessen hörten die Frauen und Kinder die Schüsse, mit denen ihre Männer, Brüder und Väter hingerichtet wurden.

 

Die Turmuhr der Kirche Kalavrytas, die am 13. Dezember 1943 von der Brandstiftung durch die deutsche Soldadeska erfasst worden war, ist am Tag des Massakers stehen geblieben. Ihr Zeiger hält bis heute die Stunde des Kriegsverbrechens fest: 14.34 Uhr.

Die Soldaten sperrten Frauen und Kinder in die Dorfschule.
Nach dem sie alle Wertgegenstände und Lebensmittel auf die Zahnradbahn geladen hatten, zündeten sie das Schulgebäudes und der Rest vom Dorf an. Den Frauen und Kindern gelang es jedoch zu fliehen. Um sich vor den Flammen zu retten, sprangen einige Frauen aus den Fenstern, andere versuchten die Schultür einzubrechen, was ihnen schließlich gelang. Laut einigen Erzählungen, soll ein österreichischer Wehrmachtssoldat hier nachgeholfen haben.

Eines der Denkmäler des Massakers, die eine Frau und ihre Kinder darstellt, die die Leiche ihres Mannes vom Hinrichtungsort zu einem Grab zieht.

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