58. Etappe Rio bei Patras nach Neas Anchialos, mit Aufenthalt in Delphi. Imposant, diese griechische Geschichte!

Um 8:45 Uhr fuhren wir von Itea, 16 km ins Landesinnere, bei herrlichem sonnigem Wetter nach Delphi. Dies war in der Antike, eine der bedeutendsten Städte Griechenlands.Das Freiluftmuseum der antiken Sehenswürdigkeiten, war sehr gepflegt in Hanglage sehr beeindruckend. Zum Glück hatte es noch wenige Besucher… so hatte man freie Sicht.

Anschliessend ging’s ins Museeum, hier waren sehr viele Exponate vom Freilichtmuseum ausgestellt.

Bei 22 Grad ging es später weiter, nach Thermopylen zum Schlachtgelände von den Spartanen gegen die Perser.

Später zum Stellplatz  bei Nea Anchialos, direkt ans Meer. Hier konnte Marley umherdüsen, wie wild, hatte auch mehrerer streunende Hunde.

Am Abend wollte ich Älpler Makronen machen mit  Rüebligemüse… alles parat, Wasser in der Pfanne, Rüebli geschnitten… wollte das Gas zum Kochen starten … nichts geschah…. Das Gas war aus….. Mist… hatten schon soo Hunger… alles zusammengepackt und los zur nächsten Tankstelle… die hatte kein Gas… zur nächsten Tankstelle, Juhuiii die hatten Gas….Gasflasche getauscht, kostete €19.- und ab zum Stellplatz…und gleich gekocht… fein waren die Älpler mit vielen Zwiebeln…

Delphi, der Heiligtümer des Apollon und der Athena Pronaia

Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. setzte sich in Delphi die Verehrung des Apollon durch. Das Orakel, (Weissagungen) entwickelte sich, nach dem Apollon, die geflügelten Schlange Python hier getötet haben soll, war Delphi zunächst unter dem Namen Pytho bekannt, ein Name, der in der Dichtung weiterlebte, ansonsten jedoch ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. zunehmend durch den Namen Delphi ersetzt wurde. Nach einem Brand in den Jahren 548/47 v. Chr. wurde ein neuer Tempel für Apollon errichtet. Als dieser 373 v. Chr. durch einen Bergsturz zerstört wurde, erfolgte ein weiterer Neubau. Bald wurden zudem Schatzhäuser errichtet, in denen die zahlreichen kostbaren Weihegeschenke an den delphischen Apollon aufbewahrt wurden.

Die Vorherrschaften in Delphi

  • 800 v. Chr. Krisa600–590 v. Chr. gelangte durch den heiligen Krieg Delphi unter die Kontrolle, einem Bund griechischer Staaten (Amphiktyonie) die die gemeinsam Delphi beaufsichtigten.

  • 400 v. Chr. Eroberte Das Königreich Makedonien, ein Reich im Norden des heutigen Griechenlands.

  • 277 v. Chr. dominierte der Aitolische Bund (Zusammenschluss von Städten in der Landschaft Aitolien.)

  • 277 v. Chr. Kam die römische Zeit. Die wirtschaftliche und kultische Bedeutung Delphis nahm dann allmählich ab.

  • 392 n. Chr. Das Apollon-Heiligtum (die heidnischen Kulte) wurde durch den römischen Kaiser Theodosius I. verboten.

  • 500 n. Chr. Die in der römischen Zeit errichteten Häuser, die mit Bädern und Mosaiken von einem gewissen Wohlstand ihrer Besitzer zeugen, wichen meist bescheideneren Bauten und Werkstätten.

  • 575 n. Chr. Ist ein plötzlicher Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen, der entweder mit einer ersten Invasion der Slawen in Verbindung zu bringen ist oder wirtschaftliche Gründe als Ursache hatte.

  • 620 n. Chr. Scheint die Siedlung, die wohl keine wirtschaftliche Grundlage mehr bot, freiwillig aufgegeben worden zu sein.

Das Theater

Das erste aus Stein gebaute Theater wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Restauriert wurde es 160/159 v. Chr. Seine heutige Form wird 1. Jh. n. Chr. datiert. Das für den Bau verwendete Material ist lokaler Stein vom Berg Parnassos. Das àTheater hatte eine Kapazität von 5000 Sitzplätzen. Sie umfasste insgesamt 35 Sitzreihen.

lonische Stoa

Heute ist nur noch die nördliche lonische Stoa von der Agora erhalten, dem Ort, an dem in der Spätantike (4. Jh. n. Chr.) Versammlungen und Handel stattfanden.

Der Dreifuß der Platäer

Dies war das einzige gemeinsame Motiv aller Griechen im Heiligtum von Delphi nach ihrem Sieg über die Perser in der Schlacht von Platäa im Jahr 479 v. Chr. Nachdem die Griechen die Siegesbeute gesammelt hatten, behielten sie ein Zehntel und verwendeten dies, um die Kosten für die Widmung eines goldenen Stativs für Apollo zu decken, das auf einer 7,5 m hohen Bronzesäule stand.

Delfoi Info

Denkmal des Apollonischen Heiligtums

Das am besten erhaltene Denkmal  aus weißem Marmor von der Insel Paros, wurde von den athenischen Bürgern Apollo gewidmet. Es erinnerte entweder an die Gründung der Demokratie im Stadtstaat Athen, nach dem Zusammenbruch der peisistratidischen Tyrannei 510 v. Chr. oder der Athener Sieg über die Perser in der Schlacht bei Marathon (490 v. Chr.). Es wird angenommen, dass das Gebäude als Schatzkammer für die Opfergaben war.

Bronzehelme des korinthischen Typs. 6. Jahrhundert v. Chr.

Szene aus dem Mythos der Dioskuren

Szene aus dem Mythos der Dioskuren. Die Dioskuren Castor und Pollux mit ihren Cousins, den beiden Söhnen des Aphareus, die Speere halten und Ochsen treiben, ihre Beute aus einem Überfall aus Arkadien.

Die Entführung Europas

Die Tochter des phönizischen Königs reitet auf dem Rücken des in einen Stier verwandelten Zeus. Sie beugt sich vor, um den galoppierenden Stier festzuhalten.

Weihrauchbrenner aus Bronze

Eine junge Frau mit langem Peplos und netzartiger Kopfbedeckung hält einen halbkugelförmigen Kessel hoch, in den der Weihrauch gelegt wurde. Ein durchbrochener Deckel bedeckt die Oberseite des Gefäßes. Eine äußerst exquisite Kreation, höchstwahrscheinlich das Produkt einer Parian-Werkstatt (460-450 v. Chr.)

Paar identischer Marmorkouroi,.....

….. die möglicherweise zwei Helden aus der argentischen Mythologie darstellen. Das Werk einer archaischen Werkstatt von Argos. Um 580 v. Chr

Bronzestatuette eines Kouros

Gegossene Bronzestatuette eines Kouros (Jugend). Er trägt Sandalen und eine Torque mit Anhänger, die im Relief dargestellt ist. Sein dichtes langes Haar, in Locken arrangiert, ist mit einem doppelten Diadem (Stirnband) aus stilisierten Blättern und Rosetten geschmückt. Beeindruckend sind seine großen Augen und die Plastizität seines Körpers. 1. 530-520 v. Chr.

Schlafender Eros

Der kleine Eros ist auf einem Felsen eingeschlafen. Statue aus der skulptierten Dekoration eines Brunnens. Anfang des 2. Jahrhunderts v. Chr.

Löwentatze von einem größeren Ständer

Denkmal eines Widmungsträger

Ziemlich gut erhalten ist die Statue eines alten Mannes, der in der Bibliographie als Philosoph (oder vielleicht Priester) von Delphi bezeichnet wird. Bekleidet mit einem Himation, das die rechte Schulter und Brust freilegt, ruht er fest und bequem auf seinen Sandalenfüßen. Sein Blick und der sich nach vorne bewegende Arm erwecken den Eindruck, als würde er einen Mitredner oder ein Publikum ansprechen.

Thermopylen

Herodot (griechischen Schriftstellers) berichtet, dass der Durchgang ein halbes Plethron (1 Plethron entspricht 29,6 Meter also ca. 15 m) breit war und an den beiden engsten Stellen nur Raum für einen Wagen hatte. Deshalb waren die Thermopylen in der griechischen Geschichte immer wieder Schauplatz wichtiger militärischer Manöver oder größerer Schlachten.

Leonidas I.

Am berühmtesten ist die Erste Schlacht bei den Thermopylen von 480 v. Chr., im Rahmen der Perserkriege.

Leonidas blockierte eine griechische Streitmacht (mit etwa 5200 Mann) beim Thermopylenpass, um das persische Reichsheer mit einer Gesamtstärke von 50’000 bis 100’000 Mann aufzuhalten. Bevor sie allerdings von den Gegnern eingekesselt wurden, zog ein Großteil der griechischen Streitmacht ab. Leonidas blieb mit ca. 1’000 Kämpfern (300 Spartiaten und 700 Thespier) zurück, wohl um den Rückzug der restlichen Truppen zu decken. Leonidas fiel gemeinsam mit den gesamten spartanischen und thespischen Truppen.

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