Nach dem üblichen Morgenritual – Wasser tanken, entsorgen – ging’s erstmal zur Rezeption. Doch davor gönnte ich dem Troll (meinem treuen Camper) etwas ganz Besonderes: Wellness! Eine Autowaschanlage direkt vor dem Büro – wie gemacht für ihn. Er stand brav still, während er genüsslich benässt, gebürstet, eingeschäumt, massiert und abgespült wurde. Zum Schluss noch die Pneus geschwärzt – ein echter Spa-Tag für den Troll. Und das Ganze für 10 € inkl. Trinkgeld. Blitzblank!
Der Troll hatte Durst, ich übrigens auch – und Hunger. In Durrës entdeckte ich einen charmanten Frucht- und Gemüseladen und deckte mich ordentlich ein. Dann ging’s auf die Autobahn, ab in die Berge von Albanien.
Kurzer Schockmoment:
Ein Mann schiebt seelenruhig sein Fahrrad quer über die Autobahn – der Troll musste eine Vollbremsung hinlegen. Alles gut gegangen.
Die Bergstraße schlängelt sich durchs Tal Richtung Kosovo.
Eine landschaftlich wunderschöne Fahrt – sehr abwechslungsreich, wild und ruhig zugleich.
Zwischen Kukës und Prizren: Grenzübergang. Der Zöllner sprach überraschend gut Deutsch, wollte nur wissen, wohin ich will, und winkte mich dann freundlich durch.
Kaum über die Grenze, fällt es direkt auf:
Den Kosovaren scheint’s wirtschaftlich deutlich besser zu gehen als den Albanern. Überall neue Einfamilienhäuser – wobei Einfamilienhäuser untertrieben ist. Das sind eher Villen. Ich frage mich: Woher haben die das viele Geld? Auch die Kleinunternehmer machen einen sehr westlichen Eindruck.
Ziel erreicht:
In der Nähe von Gjakova fand ich einen Stellplatz direkt an einem See, mitten in der Natur. Zwei Jugendliche saßen dort – einer sprach mich im waschechten Thurgauer Dialekt an. Ferien in der alten Heimat. Er erzählte mir, dass man nicht mehr im See baden kann – angeblich haben die Serben damals Chemie reingekippt. Krasse Geschichte.
Abends gab’s griechischen Salat, ich genoss die Dämmerung mit Marly. Was für ein Tag.





Nachtrag: Der Thurgauer erzählte mir, dass man nicht mehr im See baden kann – angeblich haben die Serben damals Chemie reingekippt.
Obwohl das Massaker am Radoniq-See ein dokumentiertes Kriegsverbrechen der UCK ist, gibt es keine glaubwürdigen Informationen oder Beweise dafür, dass der Radoniq-See von Serben vergiftet wurde. Der Schwerpunkt der Ermittlungen zu Kriegsverbrechen und der historischen Berichte zu diesem Ort liegt auf den Entführungen und Tötungen von Zivilisten.
Quelle: ChatGPT