Woww, was für einen Markt!
Der Dienstag Markt in Tire hat eine Gesamtlänge von ca. 6 km. Man sagt, er sei der grösste in der Türkei. Dieser Markt zieht sich durch die ganzen Altstadt, von den grösseren Strassen, bis hin zu den kleinsten Gässlein.
Verschiedene Bauern ob gross oder klein, bieten u.a. Gemüse, Obst, Brot, Hülsenfrüchte, Nüsse bis hin zu Blumen, alles an.
Andere Händler preisen u.a. Eisenwaren, Stoff, Kleider und Alltagsgegenstände wie Wasch-, Putzmittel, Geschirr und Besteck an.
Es gibt Fischer, die ihren morgendlichen Fang ebenfalls verkaufen.
Bei einem solch grossen Markt braucht man zwischendurch eine kleine Stärkung. In einem kleinen Gässchen, fanden wir ein winziges Kaffeehaus. Wir bestellten uns 2 Tee. Serviert wurde uns zwei Tee und zwei Gebäck. Kurz darauf, brachte man uns zusätzlich noch 2 Fladenbrote, gewickelt mit Frischkäse dazwischen. Wir gönnten uns dann noch vier zusätzliche Tee.
Als wir schlemmten, machte wir kurz grosse Augen. Tatsächlich ritt ein Einheimischer hoch zu Ross, durch den Markt.
Gestaunt haben wir, als wir bezahlen wollten. Die 2 Gebäcke, die zwei Fladenbrote und 6 Tee kosteten 12 TRY. umgerechnet sind das 60 Rp.!!! Uschi gab 20 YTL und der Rest ist Trinkgeld. Der Wirt wollte dieses Trinkgeld nicht annehmen. Schlussendlich konnte Ursula ihn überzeugen und er nahm es an.
Bei diesen schönen Kürbissen machte ich gleich Halt und gab der Bäuerin zu verstehen, das ich einen Kürbis kaufen wolle. Da sie mir nur auf türkisch erklärte, was der Kürbis kostet und ich es nicht verstand, hab ich ihr eine YTL 10.- Note, wollte gleich eine zweite 10.-Note nachreichen, da winkte sie ab und wollte mir auf die 1. Note Retourgeld geben… Der Kürbis war ca. 3 Kilo schwer… und die Bäuerin wollte mir noch Geld zurückgeben (umgerechnet Fr.-.50) so gerne hätte ich ihr noch die 2.te 10 Note gegeben… leider hatte sie die Note um keinen Preis genommen…
Anschliessend fragte ich sie, für ein Foto, und sie war sowas von gerührt, dass ich sie fotografiert habe…. War sehr berührend für mich ….
Was uns aufgefallen ist auf diesem Markt, ist das fast alle Männer bei einem Tee sassen. Im Gegenzug, sassen oder standen deren Frauen am Strassenrand und verkauften ihre Produkte.