Nach zwei intensiven, abenteuerlichen Tagen durch das wilde Hinterland und die verschlungenen Bergstraßen Nordmazedoniens und Albaniens war es heute endlich Zeit für eine Pause. Eine bewusste Entscheidung: Heute gönne ich mir Ruhe.
Der Tag beginnt auf seine ganz eigene, ländliche Weise – mit dem Krähen eines Hahns. Früh am Morgen, noch bevor die Sonne sich ganz zeigt, ruft er in die Stille hinein. Doch er stört mich nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Irgendwie gehört das hier dazu, draußen im Grünen. Es ist ein ehrliches, fast tröstliches Geräusch – ein Teil der Landschaft, genau wie die Bäume, das Gras und der klare Himmel.
Ich lasse mich treiben – kein Wecker, kein Stress. Ausschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Der Tag beginnt gemächlich, mit kleinen Dingen, die im Alltag oft untergehen, aber genau jetzt guttun: Wäsche waschen, duschen, ein Spaziergang mit Marley. Wir schlendern gemütlich durch die Umgebung, entdecken kleine Pfade, folgen dem ruhigen Plätschern eines Bachs, der in einen stillen, klaren See mündet. Die Luft ist warm, ein Hauch von Frühling liegt darin. Die Sonne scheint unermüdlich vom Himmel, kaum eine Wolke trübt das satte Blau.
Es ist ein herrlicher Tag – und es wird ein ebenso schöner Abend. Die Wärme bleibt auch nach Sonnenuntergang spürbar, und ich mache es mir draußen gemütlich. Ein kaltes Bier in der Hand, auf dem Teller eine knusprige Rösti mit einem perfekt gebratenen Spiegelei – einfach, aber köstlich. Marley liegt entspannt neben mir, der See glitzert noch im letzten Licht.
So darf ein Tag enden. Still, zufrieden, voller kleiner, kostbarer Momente.
Die einzige Aufgabe, die noch bleibt: Die Weiterfahrt planen. Aber auch das darf heute langsam und in aller Ruhe geschehen.