Peenemünde U-Boot U-461 früher K24
Als Waffe gegen US-Flugzeugträger-Kampfgruppen entwickelt, wurde das Boot Anfang der 1960er-Jahre gebaut und 1965 unter der Bezeichnung K-24 in Dienst gestellt, später in B-124 umbenannt. Das diesel-elektrisch angetriebene U-Boot war auf seinen Übungs- und Patrouillenfahrten im Nordatlantik mit vier Marschflugkörpern und Torpedos unterwegs. Zum Abfeuern der Marschflugkörper musste das U-Boot auftauchen.
Seit 1988 im Reservestatus, wurde das U-Boot 1991 außer Dienst gestellt. 1998 brachten zwei Schlepper das in U-461 umbenannte Boot nach Peenemünde.
Peenemünde Versuchsanstalt und Kraftwerk für Strohm und Dampf
Versuchstation Raketen aus 2. Weltkrieg V1 & V2
Der erste erfolgreiche Start fand am 3. Oktober 1942 statt. In einer Flugzeit von 4 Minuten und 56 Sekunden wurde eine Schussweite von 190,6 km bei einer Gipfelhöhe von 84,5 km erreicht. Die Farbgebung und das Bild ,Frau im Mond“ entsprechen der Originalbemalung dieser ersten erfolgreich verschossenen Rakete A4 (Versuchsmuster 4).
FieselerFi 103 „Kirschkern“/ Flakzielgerät FZG 76 Nachbau mit Originalteilen (1991), Maßstab 1:1
Allgemeine Daten der Raketen vom Typ A4 („V2“):
Länge: 14,00 m
Durchmesser (Kaliber): 1,65 m (Rumpf) 3,56 m (max.)
Startgewicht: 12.900 kg
Schub: 25.700 kg
Fluggeschwindigkeit: bis zu 5.400 km/h
Treibstoff: ca. 4 t 75% Ethanol und 4 t flüssiger Sauerstoff
Reichweite: bis zu 320 km
Gipfelhöhe: bis 90 km
Die Flügelbombe Fi 103 wurde ab Herbst 1942 in der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-We erprobt. Der erster Start der Fi 103 von einer Rampe erfolgte am 24.12.1942. Ab Juni 1944 kam die Flügelbombe als „Vergeltungswaffe V1″ gegen Großstädte in Westeuropa zum Einsatz. Es wurden rund 22.000 „V1″ gegen diese Ziele gestartet.
Hersteller: Fieseler Werke
Länge: 7,74 m
Spannweite: 4,90 m
Triebwerk: Argus-Schmidt Verpuffungsstrahltriebwerk AS014 Nutzlast (Sprengstoff): 830 kg Geschwindigkeit: max. 645 km/h
Flughöhe: 300 bis 2.000 m
Reichweite bis 300 km