Der Weg nach Kekova
So nun haben wir unseren netten Campingplatz zwischen den Orangenbäumchen verlassen und fahren der Küste nach Richtung Myrta.
Die Felsengräber von Myra
Die Geschichte von Myra
Die Felsengräber
Das Theater
Das Tomaten Valley von Kumluca
Neben Tomaten, Gurken und Zucchini pflanzen die meist als Familienbetriebe geführten Plantagenbesitzer auch Zitronen und Mandarinen an. Aufgrund der Jahrtausende andauernde Erosion im Taurus* durch die immensen Regen- und Schneefälle im Winter hat sich ein sehr fruchtbarer Boden aufgebaut, der ertragreich genutzt wird. Auch im heißen Sommer ist durch den Fluss Alakir Cayi und seiner Staustufe in den Bergen so viel Wasser vorhanden, das ganzjährlich Obst- und Gemüse in den Plantagen mit Wasser versorgt werden kann, was leider aber auch ab und zu für heftige Überschwemmungen der Ebene sorgt.
* Das Taurusgebirge, kurz nur der Taurus, ist ein rund 1500 km langer, in der Türkei gelegener Teil eines komplexen alpidischen Kettengebirgssystems in Vorderasien, das das anatolische Hochland vom Mittelmeer und vom mesopotamischen Tiefland trennt.
Tomaten Einkauf...
Als wir zwischen diesen unzähligen Treibhaushäusern vorbeigefahren sind, sahen wir mehrere Männer und eine Frau vor einem Treibhaus stehen.
Urs hielt an und fragte sie auf Englisch, ob wir Tomaten kaufen können?
Die Einheimischen verstanden natürlich kein Englisch, aber Tomate das verstanden sie und bejahten.
Anschliessend ging ich hinaus und ein Mann deutete mir, das ich gleich in das Gewächshaus zu seiner Frau gehen solle.
Ich lief zwischen Hühnern auf das Gewächshaus zu und als ich hinein ging, war ich sehr überrascht wie gross und gepflegt alles war.
Drinnen im Gewächshaus stand die Frau und pflückte mir Tomaten!
Als ich zahlen wollte, winkten Beide vehement ab, auch der 2.ten Zahlungsversuch klappte nicht.
Die Frau drückte mir den Sack mit den Tomaten in die Hand und freute sich mit mir.
Anschliessend fotografierte ich sie, natürlich mit ihrem Einverständnis und ging sehr gerührt da hinaus.
Das Gewicht der Tomaten war 3,7kg, jetzt gibts Tomatensalat, Tomatensauce, Tomatensuppe, griechischen Salat mit Tomaten und ….lecker!
Göynük
War das ein toller Anfahrtsweg zu diesem Stellplatz an dieser kleinen Bucht. Von hoch oben sahen wir schon kleine Inseln, welche das Hafenbecken umgaben und die grosse Insel Kekova.
Beim Stellplatz, das war ein gewöhnlicher Parkplatz, fühlten wir uns gleich wohl, mitten bei den Einheimischen. In der Nebensaison ist das kein Problem hier zu stehen, die Einheimischen sind sehr nett und zuvorkommend.
In der Hauptsaison wäre das keine Möglichkeit sich dorthin zu stellen, weil es viel zu voll wäre.
Die versunkene Stadt Dolichiste
Auf der Nordseite der Insel Kekova liegen die teilweise versunkenen Ruinen der antiken Stadt Dolichiste. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde der Ort durch ein Erdbeben zerstört, während der Byzantinischen Ära ** wieder aufgebaut, später aber verlassen. Ein weiteres Beben – vermutlich im 10. Jahrhundert – führte dazu, dass die Ruinen heute größtenteils unter Wasser liegen. Im Nordwesten der Insel gab es in dem antiken Ort Xera eine Werft (türkisch: Tersane) mit der Möglichkeit zum Stapellauf.[2]
Zur Region Kekova gehören auch die auf dem nahen Festland gelegenen Orte Üçagiz (das antike Teimiussa), die antike Stadt Aperlai und der kleine Küstenort Kaleköy, der auf dem antiken Simena gebaut wurde. Von Üçagiz aus, dem kleinen Hafenstädtchen auf dem Festland gegenüber von Kekova, starten Bootsfahrten zu den versunkenen Ruinen. Seit 1990 steht die Region Kekova mit ihren rund 260 km² unter Naturschutz. Im Bereich der versunkenen Städte ist das Baden, Tauchen oder Schnorcheln untersagt.
** Das Byzantinische Reich war ein Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum. Für Zeitgenossen handelte es sich zunächst um die östliche Hälfte des spätantiken Römischen Reiches, das bei der sogenannten Reichsteilung von 395 in zwei Verwaltungseinheiten mit je einem Kaiser unterteilt wurde. Mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453 endete das Byzantinische Reich.
Burg Simena
Das antike Simena, heute bekannt als Kaleköy, ist eine kleine lykische Küstenstadt. Es hat die Eigenschaft, ein strategischer Punkt zu sein, der seit dem 4. Jahrhundert bewohnt ist. Die Ruine, die dieses Merkmal am deutlichsten widerspiegelt, ist die Burg, die bis heute intakt geblieben ist und von der aus man die perfekteste Aussicht auf Kekova und seine Umgebung genießen kann. Simena ist eine der wenigen Siedlungen in der Türkei, die nur vom Meer aus erreichbar ist.
Oberhalb des Ortes ragt eine mittelalterliche Kreuzfahrerburg empor. Sie wurde vom Ritterorden der Johanniter, der bis 1522 auf Rhodos herrschte, auf antiken Fundamenten errichtet. Die Burgmauern mit ihren Schwalbenschwanzzinnen sind gut erhalten.
Weg nach Bezirgan
Unser Übernachtungsplatz fürs Wochenende hat sich Urs in einen Tal ausgesucht. Um dorthin zu gelangen fuhren wir die Küstenstrasse entlang.
An der Küstenstrasse stoppten wir einmal kurz und sahen an den Felsen ein halbes Dutzend Steinböcke ca. 20 Meter vor uns … waren wir überrascht! Später fuhren wir ins Landesinnere und erklommen 750 Meter Höhe.
Plötzlich stand eine Ziegenherde vor unserem Auto und marschierte über die Strasse. So sprang ich hinaus und machte ein Fotoshooting, diese Stimmung war echt grandios!
Ich liebe diese Ziegenbilder!!!!